Erster Besuch 09.06.2018

Das Fairy Tale liegt in Friedrichshain und ist versteckt in einem Wohnblock. Ein liebevoll gestaltetes Fahrrad weist den Eingang.

Das Thema ist -wie der Name schon vermuten lässt- Märchen. Das Outfit der Bedienung ist dementsprechend bunt. Der Eintritt wird dramatisch gestaltet. Die Inneneinrichtung ist stimmig. Die Karte ist in einer alten Ausgabe von Alice im Wunderland eingebunden. Die Karte ist gut gefüllt mit Eigenkreationen, wobei die Namen der Drinks alle einen passenden Märchenbezug haben. Die ersten zehn Minuten sind wahrhaft märchenhaft.

Leider wird dieser Eindruck nicht über den ganzen Abend aufrecht erhalten.

Die Cocktails sind gut, aber können nicht mit unseren persönlichen Favoriten mithalten. Die Bedienung erwähnte einmal zu oft, dass das Fairy Tale in Touristenführern als die beste Cocktail-Bar der Stadt geführt wird. Zumal es sicher viele verschiedene Reiseführer mit unterschiedlichen Bewertungskriterien gibt – wie auch unsere Kriterien eigen und persönlich sind. Die Einrichtung ist zwar stimmig, könnte aber bei dem Auf- und Eintritt und dem Nachdruck auf das Märchenthema durchaus noch verspielter sein, mehr wie das Fahrrad vor dem Eingang und das Outfit der Bedienung. Die Präsentation der Cocktails ist Standard. Hier könnte sich das Fairy Tale ein paar Ideen beim Timber Doodle abschauen. Das Thema Märchen kann man hier sicher noch wunderschön einarbeiten.

Die Bedienung kann mehr als nur Getränke servieren. Anekdoten zu Märchen und Cocktails passen schön in den Abend. Auch auf Fragen nach Standards oder Variationen oder vage Wünsche wird konstruktiv eingegangen.

Mit Erdnüssen und stillem Wasser wurden wir den Abend über versorgt. Zusätzliche Snacks wie Käseplatte oder Chips stehen leider nicht auf der Karte. Die Preise sind normal.

Ein schöner Abend und für Besucher in Friedrichshain durchaus eine Empfehlung, aber leider nicht unsere persönliche top ten.

Dritter Besuch 29.05.2018

Ein eher sachliches Zusammentreffen von zweien von uns dreien. Die Überlegung das schöne Wetter auszunutzen und auf ein, zwei Cocktails ins nahe gelegene Stagger Lee zu gehen. Das Ganze wurde zu einem ausschweifenden Abend zu dem wir von den exzellenten Cocktails des Stagger Lees verführt wurden.

Angenehmer Überraschung war, dass das Stagger Lee seine Karte angepasst hat. Aus den Winter-Cocktails wurde eine kleine Frühlingskarte und die Standard-Karte erfuhr eine geringfügige Überarbeitung, die uns erst später auffiel.

Die Frühlingskarte war ausgezeichnet und der Jahreszeit entsprechend erfrischend. Obwohl wir die Barkeeperin im Stagger Lee noch nicht gesehen hatte, hatte sie doch keine Mühe, den hohen Standard des Stagger Lees aufrecht zu halten. Alle Cocktails außer vielleicht ein, zwei waren meisterlich gemixt. Auch auf vage Anforderungen wurde kompetent reagiert.

Nachdem wir zur späteren Stunde ins Innere wechselten, konnten wir auch wieder das Gesamtbild der Aufmachung schätzen: Musik, Bedienung, Innenarchitektur sind sehr stimmig, wenn auch nicht ganz so qualitativ hochwertig wie die Cocktails.

Erster Besuch 25.05.2018

Nach einer falschen Recherche von uns (siehe Hudson Bar) gingen wir um die Ecke zum Salut! Was uns den Abend gerettet hat.

Bei schönem Wetter saßen wir draußen. Die Karte ist sehr klein und besteht aus vielleicht zehn signature Cocktails. Wobei diese Cocktails gut ausgewogen sind.

Außerhalb dieser Karte kann man die großen Klassiker bestellen. Bei Klassikern, die nicht ganz so klassisch sind, wird jedoch nachgefragt.

Auf eine vage Bestellung von uns mit Gurke und scharf, wurde meisterhaft reagiert mit einer Kreativkomposition, die wir sogar zweimal bestellten. Wir durften auch einen Namen aussuchen. Mal schauen, ob dieser beim nächsten Mal noch Begriff ist: Green Fire.

Die Bedienung ist kompetent, die Barkeeper beherrschen ihr Handwerk. Die Preise sind Durchschnitt für Berlin.

Die meisten Cocktails sind wirklich gut mit einigen Ausreißern nach unten.

Erster Besuch 25.05.2018

Der erste Eindruck der Hudson Bar ist der einer Eck-Kneipe. Nichts gegen Eck-Kneipen, aber wir haben eine Cocktailbar erwartet. Der erste Eindruck wurde durch alles was folgte bestätigt.

Räumlichkeiten, Bedienung, Musik, Präsentation, Cocktails, alles entsprach nicht dem was wir erwartet haben.

Wieso wir was anderes erwartet haben? Die Bar war ein Tipp eines Freundes und auch im Netz findet man noch gute Bewertungen. Anscheinend hat sich seitdem aber das Management geändert und aus einer Cocktailbar mit großem Namen wurde eine Kneipe für Menschen mit anderen Ansprüchen als unsere.

Positiv: Die Cocktails sind besser als in der Monkey Bar. Statt faden Longdrinks gibt es hier immerhin Fertig-Cocktails aus der Tüte. Zumindest macht es den Anschein.

Erster Besuch 05.05.2018

Am fünften Mai nahmen wir den langen Weg zum Timber Doodle auf uns.

Die Räume sind klein, aber fein. Eine Bar mit Barstühlen und eine lange hochliegende Sitzbank. Am Ende ein kleiner Raum mit Platz für zwei Gruppen á zwei bis fünf Personen. Alles überschaubar. Die Einrichtung ist stimmig, dunkel, alt und gemütlich. Die Beleuchtung vielleicht eine Spur zu dunkel.

Es gab leider nur einen Mitarbeiter, der bedient und gemixt hat. So dass wir nur in der ersten Stunde als wir alleine waren, zügig bedient wurden. Danach wurde es langsam zäh. Das lag nicht an der mangelnden Motivation oder Professionalität der Mitarbeiterin, sondern schlicht und ergreifend daran, dass sie alleine war.

Die Karte ist zwar schön verpackt in alten Charles Dickens Büchern, aber auch leider sehr kurz. Gefüllt mit signature Cocktails.

Die Qualität der Cocktails war leider durchwachsend. Es gab exzellente Cocktails, es gab traurige Cocktails und es gab durchschnittliche Cocktails. In der Summe leider nicht mehr als ordentlich.

Die große Stärke des Timber Doodle’s ist die Präsentation der Cocktails. Jeder zweite Cocktail hat eine großartiges Glas, Gimmick oder Becher. Die Einrichtung passt hierzu ausgezeichnet. Leider können die Cocktails hier nicht mithalten.

Dritter Besuch 28.04.2018

Nach einem langen Tag zu Fuß in den Straßen von Berlin, der leider etwas enttäuschend verlief, entschieden wir uns nachts um 24:00 für die Victoria Bar. Wir waren der Meinung, dass wir uns etwas Gutes gönnen sollten.

Und wie schon die Male zuvor enttäuschte die Victoria Bar nicht. Auch um Mitternacht war die Bar voll, so dass wir uns für eine halbe Stunde mit einem Stehplatz begnügten, bevor wir einen Tisch ergatterten.

Trotz der späten Stunde und des hohen Andranges kamen die Cocktails zügig. Was an der immer noch professionellen, freundlichen Bedienung lag, die auch immer noch zahlreich vorhanden war.

Die Cocktails waren exzellent wie immer in der Victoria Bar. Wobei erwähnt werden darf, dass wir zum ersten Mal durchschnittliche Cocktails hier hatten. Vielleicht fiel uns das bis dato aber auch nicht auf, da wir um diese Zeit -wenn des Barkeepers Arm langsam müde wird- meistens nicht mehr ganz so kritisch sind.

Wie immer eine lohnenswerte Reise.

Erster Besuch 13.04.2018

Nach einem enttäuschenden, kurzen Abstecher in die Monkey Bar haben wir uns über die Straße in die Lang Bar gerettet.

Das Ambiente ist sehr stimmig. Vor allem wenn man bedenkt, dass mit ‚Lang‘ nicht das Adjektiv gemeint ist, sondern ‚Fritz Lang‘ eine Ikone des internationalen Stummfilms. Die Räumlichkeiten sind großzügig.

Die Karte ist gut gefüllt mit Klassikern, bekannten Variationen und einzelnen signature Cocktails. Die Preise sind etwas teuer als der Berliner Durchschnitt, ca. 12€ pro Cocktail.

Das Personal ist umfangreich und schien so gut geplant, dass zur Stoßzeit auch spürbar mehr Mitarbeiter hinter und vor der Bar waren. Die Bedienung war freundlich und kompetent, so dass auch Empfehlungen auf vage Wünsche auf den Punkt waren und diese zum Teil auch mit einer passenden Anekdote serviert wurden.

Die Cocktails selber sind exzellent. Gut durchdachte und qualitativ hochwertige Komponenten, die von Meisterhand gemixt wurde.

Die Lang Bar erfüllt die hohen Ansprüche von Waldorf-Astoria.