Erster Besuch 13.04.2018

Erster Besuch … und letzter.

Die Lokalität befindet sich im zehnten Stock über dem zoologischen Garten Berlin. Ein rundumlaufender Balkon und große Glasfronten geben den Blick frei auf große Teile Berlins. Vielleicht einer der beste Ausblicke auf Berlin aus einer Bar.

Das war es aber leider auch schon.

Die Sitzgelegenheiten bestehen zu großen Teilen aus wackeligen Sitzkissen, die zu groß für Kinder und zu klein für Erwachsenen sind. Eine stufenförmiges Sitzpodest wie im Kolosseum in Rom erhöht die Zugänglichkeit zur Aussicht, entbehrt aber jeder Gemütlichkeit oder Kommunikationsmöglichkeiten. Apropos Kommunikationsmöglichkeiten: Die Musik in der Bar ist so laut gedreht, dass selbst die Bedienung sich abklatschen muss um sich zu begrüßen, was sie reichlich macht. Junge Menschen in diesem Falle, die es noch nicht gelernt haben, ihre schlechte Laune vor den Kunden zu verbergen.

Ein Drink wurde von unserem Autor ‚Red‘ bestellt. Die Bedienung hielt es für notwendig, sie zu warnen, dass der Drink sehr stark sei. Überflüssig und in diesem Fall auch noch irreführend, da der Drink in bestem Falle mittelstark war.

Die Cocktailkarte ist übersichtlich und möchte eigene Variationen bekannter Drinks darstellen. Was im Stagger Lee eine hohe Kunst ist, ist fader Schein in der Monkey Bar. Ein Drink mit Zutat ‚Gurke‘ ist ein Longdrink mit einer Spalte Gurke. Wo wir in anderen Bars ausgewogene Cocktails mit selbst hergestellten Chilliessenzen serviert bekommen, bekommen wir einen traurigen Gin Tonic in den einzelne Pfefferkörner rein geworfen wurden.

Zu empfehlen für Touristen und 18te Geburtstage. Wir sind nach zwei Runden gegangen.